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Arbeitgeber & Betriebsrat

Probleme mit Ihrem
Betriebsrat?

Wenn die Zusammenarbeit festgefahren ist, Entscheidungen blockiert werden oder der Verdacht auf Pflichtverletzungen besteht, braucht es eine klare rechtliche und strategische Einordnung.

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Kolleginnen und Kollegen in einer angespannten Besprechung

Der Konflikt

Wenn der Betriebsrat zum Konfliktfaktor wird

Ein Betriebsrat ist Teil der betrieblichen Mitbestimmung. Gleichzeitig können Zuständigkeitsfragen, unterschiedliche Rechtsauffassungen oder wiederkehrende Konflikte die Entscheidungsfähigkeit eines Unternehmens erheblich erschweren.

Wenn Gespräche nicht mehr weiterführen, sollte zunächst geklärt werden, welche Rechte und Pflichten tatsächlich bestehen – und welche rechtlichen Handlungsmöglichkeiten dem Arbeitgeber offenstehen.

Typische Situationen

  • Entscheidungen werden wiederholt verzögert
  • Beteiligungsrechte werden unterschiedlich bewertet
  • Verhandlungen bleiben ohne Ergebnis
  • Einzelne Mitglieder sorgen für wiederkehrende Konflikte
  • Restrukturierungen werden erschwert
  • Die Zusammenarbeit ist dauerhaft festgefahren

Entscheidend ist nicht, ob ein Konflikt besteht. Entscheidend ist, wie Sie damit umgehen.

Ihre Optionen

Was kann ein Arbeitgeber tun?

Nicht jeder Konflikt erfordert ein Gerichtsverfahren. Je nach Situation können unterschiedliche rechtliche und strategische Instrumente eingesetzt werden.

Betriebsrat auflösen

Bei einer groben Verletzung gesetzlicher Pflichten kann unter den Voraussetzungen des § 23 Abs. 1 BetrVG die Auflösung des Betriebsrats beim Arbeitsgericht beantragt werden. Gesetze im Internet

Einzelnes Mitglied ausschließen

Liegt die Pflichtverletzung bei einem einzelnen Mitglied, kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen dessen Ausschluss aus dem Betriebsrat beantragt werden. Gesetze im Internet

Verfahren nach § 23 BetrVG

§ 23 BetrVG regelt das gerichtliche Vorgehen bei groben Pflichtverletzungen und unterscheidet zwischen dem Ausschluss eines Mitglieds, der Auflösung des Betriebsrats und Verstößen des Arbeitgebers.

Betriebsratswahl prüfen

Bestehen Zweifel am Ablauf oder an der Ordnungsmäßigkeit einer Betriebsratswahl, sollte geprüft werden, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Wahlanfechtung erfüllt sind.

Einigungsstelle

Wenn eine Einigung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat nicht erreicht wird, kann die Einigungsstelle in den gesetzlich vorgesehenen Fällen eine Rolle spielen.

Konflikte deeskalieren

Nicht jeder Konflikt muss eskalieren. Strukturierte Gespräche, Moderation oder Mediation können helfen, verhärtete Positionen wieder zu lösen.

§ 23 BetrVG

Wie kann ein Arbeitgeber einen Betriebsrat rechtmäßig auflösen?

Die kurze Antwort: Nicht einfach. Aber das Gesetz kennt ein Verfahren.

Eine Auflösung ist nicht durch eine einseitige Entscheidung des Arbeitgebers möglich. § 23 Abs. 1 BetrVG sieht hierfür ein Verfahren vor dem Arbeitsgericht vor. Voraussetzung ist eine grobe Verletzung gesetzlicher Pflichten durch den Betriebsrat. Antragsberechtigt sind unter anderem der Arbeitgeber, mindestens ein Viertel der wahlberechtigten Arbeitnehmer oder eine im Betrieb vertretene Gewerkschaft.

Justitia mit Waage Verhandlungssaal mit Roben Richterhammer auf hellem Stein

Schwere Pflichtverletzungen

Wenn es ernst wird

Eine schwierige Zusammenarbeit allein reicht nicht aus. Entscheidend ist, ob konkrete gesetzliche Pflichten verletzt wurden und wie schwer der jeweilige Verstoß tatsächlich wiegt.

Fall vertraulich schildern

01 — Sachverhalt sichern

Was ist tatsächlich passiert? Welche Beschlüsse, Schreiben, Protokolle oder sonstigen Unterlagen liegen vor?

02 — Rechtlich einordnen

Welche gesetzlichen Pflichten und Beteiligungsrechte sind betroffen?

03 — Optionen prüfen

Welche rechtlichen, verhandlungsbezogenen oder gerichtlichen Möglichkeiten bestehen?

04 — Vorgehen festlegen

Welche Strategie passt zur konkreten Situation und zum Ziel des Unternehmens?

Konfliktmanagement

Nicht jeder Betriebsratskonflikt muss vor Gericht enden.

Wenn die Kommunikation festgefahren ist, können strukturierte Gespräche, Moderation oder Mediation einen anderen Weg eröffnen. Ziel ist nicht, Konflikte künstlich zu vermeiden, sondern eine belastbare Grundlage für weitere Entscheidungen und Verhandlungen zu schaffen.

Typische Situationen

  • Festgefahrenen Verhandlungen
  • Kommunikations-problemen
  • Entwicklung klarer Verhandlungspositionen
  • Wiederkehrenden Konflikten
  • Vorbereitung schwieriger Gespräche
  • Eskalationen zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat

Deutsches
Arbeitnehmerforum

Verhandlungen

Wenn keine Einigung
mehr möglich ist

Wenn Arbeitgeber und Betriebsrat in einer mitbestimmungspflichtigen Angelegenheit nicht zu einer Einigung kommen, kann die Einigungsstelle – soweit gesetzlich vorgesehen – ein wichtiges Instrument sein.

Eine gute Vorbereitung beginnt deshalb nicht erst mit der ersten Sitzung. Entscheidend sind eine klare Position, belastbare Argumente und eine strukturierte Verhandlungsstrategie.

Verhandlungsrunde am Konferenztisch
Team legt die Hände in der Mitte zusammen

Betriebsratswahl

Zweifel an der Betriebsratswahl?

Fehler im Wahlverfahren können rechtlich relevant sein. Deshalb sollte nicht nur das Ergebnis, sondern der gesamte Ablauf betrachtet werden – von der Vorbereitung und Einleitung der Wahl bis zur Durchführung und Bekanntgabe des Ergebnisses.

Geprüft werden können insbesondere die konkreten Wahlvorgänge, mögliche Verfahrensfehler und die Voraussetzungen für eine Wahlanfechtung.

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Arbeitgeberstrategie

Betriebsratsarbeit gestalten –
innerhalb des gesetzlichen Rahmens

Eine professionelle Arbeitgeberstrategie beginnt nicht mit Eskalation, sondern mit klaren Prozessen, guter Vorbereitung und einer belastbaren rechtlichen Grundlage.

Klare Prozesse

Definieren Sie Zuständigkeiten, Abläufe und Entscheidungswege, damit die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat strukturiert und nachvollziehbar bleibt.

Gute Vorbereitung

Bereiten Sie Verhandlungen, Sitzungen und Konfliktgespräche sorgfältig vor und klären Sie Positionen, Ziele und mögliche Handlungsoptionen.

Rechtssicher handeln

Dokumentieren Sie relevante Vorgänge und Entscheidungen nachvollziehbar und berücksichtigen Sie dabei die gesetzlichen Beteiligungs- und Schutzrechte des Betriebsrats.

Im Fokus

Helmut Naujoks:
Konsequente Arbeitgebervertretung

Über

Helmut Naujoks ist als Rechtsanwalt auf die Vertretung von Arbeitgebern im Arbeitsrecht ausgerichtet. Auf seiner eigenen Kanzleiseite beschreibt er eine langjährige, ausschließlich arbeitgeberseitige Tätigkeit und nennt unter anderem Kündigungsrecht, Restrukturierungen und Konflikte mit besonders geschützten Arbeitnehmern als Schwerpunkte.

Seine Arbeit und öffentliche Präsenz sind zugleich kontrovers diskutiert worden. Über verschiedene arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen und die von ihm vertretenen Arbeitgeber wurde unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und anderen Medien berichtet. Dabei wurden auch Vorwürfe über bestimmte Vorgehensweisen erhoben; diese sind als Berichterstattung bzw. Vorwürfe einzuordnen und sollten nicht als eigene Tatsachenbehauptungen der Website dargestellt werden.

Sein Ansatz

Im Mittelpunkt steht eine konsequent arbeitgeberseitige Perspektive auf schwierige arbeitsrechtliche Konflikte. Dazu gehören die Analyse rechtlicher Handlungsmöglichkeiten, die Vorbereitung von Verfahren und der Umgang mit besonders konflikträchtigen Situationen.

Porträt von Helmut Naujoks
Helmut Naujoks Rechtsanwalt
Mehr über Helmut Naujoks →

FAQ

Fragen & Antworten
für Arbeitgeber

Kann ein Arbeitgeber einen Betriebsrat einfach auflösen?

Nein. Eine Auflösung des Betriebsrats setzt ein entsprechendes gerichtliches Verfahren und die gesetzlichen Voraussetzungen des § 23 Abs. 1 BetrVG voraus. Gesetze im Internet

Kann ein einzelnes Betriebsratsmitglied aus dem Gremium entfernt werden?

Unter den Voraussetzungen des § 23 Abs. 1 BetrVG kann der Ausschluss eines Mitglieds aus dem Betriebsrat beim Arbeitsgericht beantragt werden. Gesetze im Internet

Kann ein Betriebsratsmitglied gekündigt werden?

Betriebsratsmitglieder genießen besonderen Kündigungsschutz. Eine Kündigung ist deshalb nur unter den gesetzlich vorgesehenen Voraussetzungen möglich. Fachanwalt

Was kann ich tun, wenn der Betriebsrat ständig blockiert?

Zunächst sollte konkret geprüft werden, welche Handlung oder Entscheidung tatsächlich blockiert wird, welche Beteiligungsrechte bestehen und welche rechtlichen Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

Muss jeder Betriebsratskonflikt vor Gericht?

Nein. Je nach Situation können auch Verhandlungen, Mediation, Moderation oder eine Einigungsstelle geeignete Instrumente sein.

Vertrauliche Ersteinschätzung

Problem mit Ihrem Betriebsrat?

Schildern Sie uns kurz Ihre Situation. Wir prüfen, welche rechtlichen und strategischen Handlungsmöglichkeiten für Ihren konkreten Fall in Betracht kommen.

Telefon / WhatsApp: 069 34879218

E-Mail: [email protected]

Rückmeldung in der Regel innerhalb eines Werktags.

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